Grotte di Seiano – Villa Pausylipon

08.00 Uhr Abfahrt von Sorrent nach Neapel.  Erstes Ziel, die Grotte von Seiano mit der Villa Pausylipon.

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Treff mit dem Reiseführer ist direkt am Karteschalter vom Eingang der Grotte di Seiano. Die Führung beginnt mit dem Spaziergang durch den Tunnel „Grotte di Seiano“, 770m lang, erst war es ein ehemaliger Steinbruch für den Abbau von Tuffstein, später wurde dann der Steinbruch als Tunnel ausgebaut.  der Architekt war Seiano, er war unter anderem auch der spätere, engste Berater und Minister vom Kaiser Tiberio.  Der Tunnel diente eigentlich nur als Verbindung von Bagnoli und Campi Flegrei mit dem Kap von Gaiola. Was nicht am Privathafen der Villa Gaiola ausgeschifft werden konnte wurde mit Karren und durch die Sklaven auf dem Weg durch den Tunnel transportiert. In der Zeit der Bourbonen wurde der Tunnel restauriert und seit jüngster Zeit ist dieser Tunnel wieder für Touristen zugänglich und ermöglicht den Besuch der antiken Villa von Gaiola, genannt die Villa von Pausylipon. Die Villa war in ihrer Struktur besonders gut durchdacht, ausgestattet mit allem Komfort die zu einer Kaiserlichen Villa gehören sollten. Sie war von immenser Größe, verfügte über zwei Theater, Private Therme, eigene Hafenanlegestelle, Weinberge und prachtvolle Privaträume. Gebaut wurde diese Villa in der Zeit von Augustus. Heute braucht man schon sehr viel Phantasie, um zu verstehen welche prachtvolle Anlage das Anwesen einmal war. In dem heutigen archäologischen Park von Pausylipon spazieren wir gemeinsam mit unserer Reiseleitung, wir sehen die Reste der antiken Theater und sind dabei umgeben von einer pittoresken Kulisse, mit dem traumhaften Ausblicken nach Kap von Misenum und Ischia.  Wir verlassen diese Anlage wieder durch den Tunnel von Seiano und weiter geht es nach Cuma. Treff mit unserer Reiseführung am Kartenschalter des archäologischen Parks von Cumae.

Archäologischer Ausgrabungspark von Cuma

Cumae, antike Küstenstadt in Kampanien, nach dem griechischen Geographen Strabo die erste griechische Kolonie in Italien. Die Stadt wurde vermutlich um 750 v. Chr. von ionischen Siedlern aus Chalkis und Kyme auf Euböa als Kyme gegründet
Das interessante an diesen Ausgrabungen ist die Verbindung mit der griechischen Mythologie und mit dem Heldenepos Aeneis von Vergil. Unsere jüngsten Teilnehmer waren begeisterte Zuhörer. Man spaziert durch ehemalige,künstlich angelegte Militärtunnel, Orte wo man sogar glaubte, dass hier das Orakel von der Zauberin Sybille verkündet wurde, über antike Pfade bis hoch zum Apollotempel und zum höchstgelegenen Jupitertempel. Von einer Aussichtsplattform bietet sich ein traumhafter Ausblick über die Küste von Cuma bis nach Ischia, Kap di Misenum und nach dem erloschen Vulkan Monte Nuovo. Wir verlassen das antike Cuma und erreichen über eine sehr schöne Panormafahrt

Miseno – Bacoli

imageAuf der Strecken passieren wir den archäologischen Park von Baia, das Castel Baia, den See von Averno, den See von Lucrino, den See Fusaro und den See von Bacoli. Zeit für eine kurze Mittagspause auf einer kleinen Bootsbar. Danach ein kurzer Spaziergang von 5 Minuten bis zur Piscina Mirabilis. Diese sogenannte Piscina, ist bekannt als die größte Zisterne für Trinkwasser aus der Zeit der römischen Antike.  Diese Anlage diente für die Versorgung der kaiserlichen Flotte mit Trinkwasser. Es hatte ein Fassungsvermögen von 12.000 m3, 15m Tief, gegraben in Tuff und überdacht mit Torbögen, gestützt auf 48 Säulen. In nur zwei Jahren schafften die Römer dieses meisterliche Bauerwerk zu errichten.  Das Wasser kam von der Quelle des Serino, aus der Gegend von Avellino und wurde über das bekannte Serino-Aquädukt transportiert. Die Einwohner von Neapel und den Campi Flegrei wurden damals damit versorgt. Einfach unglaublich und beeindruckend!

Pozzuoli  – Rione Terra

Schnell noch einen leckeren Espresso in einer der vielen Bars am Lungmare von Bacoli und weiter geht es nach Pozzuoli.
Im Jahre 195 a.C. wurde Puteoli zu einer Hafenkolonnie, eine der wichtigsten Häfen im damaligen römischen Reich. Zwei Amphitheater, Therme, Reste großer Tempel und wertvolle archäologische Funde, zeugen von dem Reichtum und Bedeutung dieser Stadt. Wir konzentrieren uns auf das Stadtteil Rione Terra.  Das Viertel, mit seinen verschiedenen archäologischen Schichten, muss man sich, wie ein Buch mit vielen Kapiteln vorstellen, vom Anfang bis Ende, man blättert immer weiter und erfährt ständig mehr über die Geschichte von Pozzuoli. Rione Terra ist eine der Hauptschauplätze in der Entwicklungsgeschichte von Pozzuoli , beginnend von den ersten Jahren der griechisch, römischen Kolonisation bis in die heutigen Zeit.
Seine wirkliche Blütezeit erlebte Pozzuoli zirka 200 Jahre vor Chr. bis zur Gründung des Hafens Ostia bei Rom. Die Stadt verlor nach und nach als Handels- und Hafenstadt an Bedeutung und verfiel. Zirka 400 Jahre nach seiner Gründung entstanden über den Resten der römischen Mauern, Straßen und Gebäuden, neue Häuser, andere Werkstätte mit neuen Kulturen. Das Beste Beispiel dafür ist der Dom von Pozzuoli, erbaut auf den Mauern des antiken Augustustempels. Im Jahre 1970 zwang das Naturphänomen des Bradyseismos die Einwohner zum Verlassen der Stadt. Seit 1994 kann man die antike römische Stadt unter dem Dom wieder besichtigen. Der Besuch der Rione Terra ist wie ein Spaziergang in einem Freilichtmuseum, was seine wahre Geschichte sehr eindrucksvoll offenbart. Einfach toll!

Nach einem interessanten und vor allen sehr interessanten Ausflugtag Fahrt ins Hotel Holiday Inn von Neapel. Das Hotel liegt im Gebiet vom Centro Direzionale, ziemlich weit weg von dem Nachtleben und Restaurants an der Piazza Plebiscitio und dem Lungomare, wo man sich trifft und noch ganz nett Schwänzeln kann. Für wenig Geld kann man sich vom Hotel aber ohne Probleme ein Taxi für die Hin- und Rückfahrt mieten.
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