Von Süd nach Nord

Abruzzen – Reggio Emilia – Toskana

Der Sommer ist vorbei, der Herbst schmückt sich mit seinem bunten Gewand.  Mit anderen Worten die beste Reisezeit  für einen Ausflug in das Landesinnere.

Wir haben von Freitag bis Montag Zeit. Wir besuchen die Abruzzen, die Emilia-Romagna und die Südtoskana. Alle diese drei Regionen sind reich an Sehenswürdigkeiten, traumhaften Landschaften und bieten jeweils schmackhafte Spezialitäten und sehr gute Weine.

Ferrara, Bologna, Sulmona, Faenza, Pienza und Montepulciano
Kommen Sie mit!

Wir starten ab Sorrent, unser erster Stopp ist die wunderschöne Stadt in Abruzzen, Sulmona, Heimatstadt von meinen Piero. Nachdem wir unsere Familie gegrüßt haben und reichlich nach italienischem Temperament geschwatzt haben, entschließen wir uns für einen Ausflug nach einem sehr ungewöhnlichen Ort, eine Einsiedelei, benannt nach dem Hl. San Bartolomeo in Legio. Sie liegt in der Gegend von Roccamorice (PE), nicht weit von der berühmten Pilgerkirche von Manopello mit dem Leichentuch von Jesus. Erbaut im XIII Jahrhundert von Pietro Morrone, der später bekannt wurde unter Papst Celestino V. Diese kleine Einsiedelei, ausgeschachtet und eingefasst in 600m Höhe und gelegen in einer fantastischen Umgebung, erreicht man durch einen ausgeschachteten Tunnel und mehrere Treppenstufen. Auch wenn es ein bisschen bergauf geht, es lohnt sich!

eremo

Einsiedelei San Bartolomeo Abruzzen, Pescara

Diesen Ausflug könnte man sehr gut kombinieren mit einem Besuch der Klosteranlage von San Clemente a Casauria. Sie ist eine der interessantesten Klosteranlagen in der Region, eine Mischung aus Romanik und Zisterzinser Gotik.

sanclementedi casauria

Ein weiteres Ausflugsziel, was in keinem Reiseprogramm von Abruzzen fehlt, der Besuch der Pilgerkirche von Manopello. Hier wird der Schleier von Manoppello, auch als Volto Santo von Manoppello wie eine Ikone aufbewahrt. Es gibt mehrere Auslegungen über die Herkunft und Darstellung dieser Reliquie. Eine interessante Erklärung ist die Deutung als Gemälde Albrecht Dürers. Solche interessanten Ausführungen erfährt man am besten von einer guten lokalen Reiseleitung und es ist nicht nur für gläubige Christen Interessant zu zuhören!

Nach einer Übernachtung in Sulmona, führt unsere Reise weiter nach Norditalien, nächster Stopp ist die Stadt Faenza in der Provinz von Ravenna. Man kann schon mal einen ganzen Tag in Ravenna verbringen, da wir aber Ravenna schon bei einer vorherigen Reise kennengelernt hatten, besuchten wir erstmal nur das kleine Städtchen Faenza. Wir trafen uns hier mit unseren liebsten Freunden. Nach einem schmackhaften und typischen Mittagessen spazierten wir ins Zentrum von Faenza.

Ein absolutes Muss ist hier der Besuch des Keramikmuseums in Faenza. Das Museum wurde 1908 gegründet und enthält die weltweit größte Keramiksammlung. In den Museumssälen sind Stücke ausgestellt, welche die Entwicklung der Keramikkultur in den fünf Kontinenten vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert über mehrere Jahrhunderte hinweg und in Italien und Europa dokumentieren. Es ist nicht nur interessant, man ist fasziniert von der  Vielfalt an wunderschönen Formen und Dekorationen, es ist unglaublich, was man alles aus Tonerde formen kann. Am spaeten Nachmittag, fahren wir nach Bologna zu unseren Liebsten, gemeinsam essen wir in der Pizzeria Caruso eine Riesenpizza nach neapolitanischer Art, bei einem deutschen Bier, Hahaha

Am nächsten Tag starten wir nach Ferrara. Die prachtvolle Kunststadt, sie steht auch in der Liste des UNESCO Weltkulturerbe, hier entdeckt man beim Spazieren durch die Gassen die prachtvolle Hauptstadt der Renaissance, mit dem Palazzo Este, dem Palazzo dei Diamanti , dem Palazzo Schifanoia und vieles mehr.  Kunst, Kultur und Gastronomie locken nach Ferrara, die Stadt liegt an der   “Via delle Corti Estensi” und der  “Via del Grande Fiume”, der Strada die Vini & Sapori.

Als erstes besuchen wir den Dom von Ferrara, eine wahre Schatzgruppe. Leider wird im Moment die Außenfassade restauriert. Die Kathedrale liegt in unmittelbarer Nähe des Palazzo Comunale, also des Rathauses. Auch das berühmte Castello Estense ist nicht weit entfernt. Danach Zeit für eine Mittagspause. Wir essen in einem der ältesten Weinlokale der Welt, im „Cucchiolino“, es existiert seit 1435 und ist seitdem immer aktiv. Heute heißt es „Al  Brindisi“. Es befindet sich direkt neben dem Dom.

Nach dem wir uns gestärkt haben, spazieren wir zum Palazzo Schifanoia, eine der „Delizie Estensi. Delizie Estensi, ist eine Benennung aus der Kunstgeschichte, für Gebäude der Familie Este, die vor allem für Feste genutzt wurden. Mit anderen Worten, es waren Orte des Vergnügens und Spaß. Nach dem letzten Erdbeben, im Jahre 2012 ist nur noch die Besichtigung des SALONE DEI MESI und des SALONE DEI VIRTU möglich. Im Salone dei mesi kann man den Freskenzyklus mit den Monatsbildern bewundern, im Salone die Stuchi, genannt auch Salone delle Virtù. Dieser Saal diente für Audienzen und Versammlungen. Wir empfehlen den Besuch unbedingt mit einer lokalen Reiseleitung, die viele interessante Episoden aus dem Leben der Familie Este erzaehlen kann.

Ferrara als die Stadt der Renaissance bietet natuerlich auch eine wertvolle Pinakothek , die sich im Palazzo dei Diamanti befindet.  Mehr als zweihundert Werke, die einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Malerei in Ferrara vom 13. bis zum 18. Jh. bieten, kann man hier in der Pinakothek bewundern. Nach diesem eindrucksvollen Ausflugstag fahren wir wieder zurück nach Bolgona.

Am nächsten Tag fahren wir wieder Richtung Sueditalien und verlassen die reizvolle Region Emilia-Romagna. Unser Ziel ist die Weingegend von Montepulciano und Montalcino. Wir besuchen den kleinen Ort Pienza. Pienza, die Stadt Pius II., steht in der Liste der UNESCO WELTKULTURERBE. Pienza ist heute noch die stadtplanerische Vorstellung einer rationalen Verteilung der Gebäude und vor Allem der Perspektive der Plätze und Paläste. So klein wie der Ort ist, es ist beeindruckend welche architektonischen Meisterwerke hier projektiert wurden. Pienza war das ideale Modell für die „Utopische Stadtplanung“.  Der berühmte Architekt Leon Battista Alberti wurde von Pius II extra gerufen. Noch eindrucksvoller ist die Stadtbesichtigung mit einer lokalen Reiseleitung und absolutes Muss ist der Besuch des Palazzo Piccolomini, gleich neben den Dom.

In einem der kleinen Geschäfte nehmen wir nehmen uns auch die Zeit zum Probieren des schmackhaften Schafskäses, bei einem Glas Rotwein von Montepulciano. Nach unserem Spaziergang mit den kleinen Verkostungen, Zeit für Mittagspause im Ristorante „Da Falco“, Wein und Essen war sehr lecker. Das Restaurant kann man sehr gut weiterempfehlen. Am Nachmittag Fahrt durch den Park von Val D’Orcia, vorbei an Weinbergen, alten Burgen und buntgemischten Wäldern bis zur Autostrada „Sud“ und NonStop weiter nach Sorrent.

Es war eine wunderschöne abwechslungsreiche Reise.

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Über petradebaptistis

Ich heiße Petra De Baptistis und wohne seit mehr als 20 Jahren in Italien. Mein Hobby ist auch mein Beruf, ich bin Angestellte bei der Incoming Reiseagentur Agentur AVI Travel in Sorrent.
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