Eine Reise in die Antike am Golf von Neapel

3000 Jahre nur an einem Tag zu erleben, unglaublich, aber wahr!

Durch unsere Reiseleiterkollegen und über Internet hatte ich erfahren, dass im archäologischen Nationalmuseum Neapel seit Oktober 2016 die Abteilung für Ägyptische Antike wiedereröffnet wurde. Schon lange hatte ich mir vorgenommen  diese Austellung zubesuchen, es ist drittgrößte Sammlung in Italien, nach dem Ägyptischen Museum von Turin und den vatikanischen Museen.

Piero und ich, wir haben natürlich von dem ersten Sonntag im Monat profitiert, Der Sonntag war verregnet, mit anderen Worten, ideal um einen Sonntag im Museum zu verbringen und es war der Sonntag mit kostenfreien Eintritt. Normalerweise zahlt man für diese Ausstellung Euro 12,00.

Die Abteilung für die Ägyptische Antike befindet sich im Untergeschoss und das schon seit 1869. Sie war seit 2010 verschlossen und jetzt endlich im Oktober 2016 wurde sie wiedereröffnet.

In den gleichen Räumen, wo sie sich seit 1869 befindet, ist noch eine sehr interessante Ausstellung, eine Sammlung von Inschriften und Aufschriften in Latein, Griechisch und Dialekten der italienischen Voelker, verewigt auf verschiedenen Materialen unterschiedlichster Herkunft.

Bevor wir uns der Ägyptischen Antike widmeten, wollten wir auf keinen Fall die Ausstellung Villa dei Papiri, die Farnesesammlung mit den berühmten Marmorstatuen aus den Caracalla Thermen, die Mosaiksammlungen, die originalen, farbenfrohen Fresken und das Geheimkabinett uns entgehen lassen.

Vor nicht all zu langer Zeit hatten wir die Ausgrabungen von Pompeji mit den „neuen Häusern“ und die Ausgrabungen von Herculaneum besichtigt. Das war sehr beeindruckend. Diese Ausgrabungen sind so gut erhalten, dass man schon nach einem Rundgang, gemeinsam mit einer guten Reiseleitung sich sehr gut vorstellen kann, wie das Leben sich vor mehr als 2000 Jahren abspielte.

Wenn man dann noch einen Tag Zeit findet das archäologische Museum in Neapel zu besuchen, dann wird die Reise in die Antike zur Wirklichkeit. Hier sind Ausstellungsstuecke die mehr als 2000 Jahre alt oder auch noch älter sind. Eine Sammlung von den echten Mosaiken, Fresken, Skulpturen, Glasartikel und Schmuck. Die Antike offenbart sich hier in so einer realistischen Art, das man das Gefuehl bekommt, „ich war da“. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie sich das Leben in der römischen Antike abgespielt hatte, Soziale Unterschiede, Reich und Arm, Politik, Religion, Vergnügen, Körperkultur, Schönheitsideale, Gastronomie, Begriffe aus unserem heutigen Alltag, Formen, Gesetze, Werte die wir heute noch anwenden, bewundern und wieder entdecken. Das Museum ist einzigartig !

Zum Schluss geht es nun noch in das Untergeschoss, in die Abteilung Ägyptischen Antike.

Sehr interessant. Es ist eine der ältesten Sammlungen von Europa, sie wurde schon vor der Sammlung im Louvre, den vatikanischen Museen und dem Ägyptischen Museum von Turin geschaffen. Es wurden die Fundstücke aus Pompei, Herkulaneum und Pozzuoli,  ausserdem noch die Privatsammlung von den Borgia aus dem 16.Jhd und von den Picchianti aus dem 18. Jhd.  und die beruehmte Sammlung  der Familie Farnese nach Neapel gebracht.

Eine  Sammlung von  Tausende von Gegenstaenden aus der Zeit des Antiken Koenigreiches (2686 vor Christus) bis zur griechisch – romanischen Zeit (395 nach Christus)

Die Ausstellung ist sehr gut nach Themen unterteilt. Im ersten Saal wird kurz erklaert, wie eigentlich diese Sammlung entstand, danach folgen fuenf weitere Saele, sie widmen sich einzelnen Themen: Menschen und Pharaone, Das Grab und die Begraebnisausstattung, die Mumifizierung, die Zauber – und religioese Welt, die Schrift, die Handwerksarten und Aegypten in Kampanien. Eine Ausstellung die jeden begeistern wird.

Ein Wochenende in Neapel lohnt sich immer,  es gibt 3000 Gruende, warum man  Neapel sehen sollte

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Über petradebaptistis

Ich heiße Petra De Baptistis und wohne seit mehr als 20 Jahren in Italien. Mein Hobby ist auch mein Beruf, ich bin Angestellte bei der Incoming Reiseagentur Agentur AVI Travel in Sorrent.
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